Geschrieben von admin vor 9 Monaten
Fable 2 soll noch größer und noch umfangreicher werden als sein Vorgänger. So plante es Lionhead, die Entwickler der Fable Reihe, doch was ist darauß geworden? Konnten sie ihr Vorhaben in die Tat umsetzen? Ist Fable 2 wirklich besser als sein Vorgänger? Besser ja, aber es ist keine Revolution.
Es war einmal...
Am Anfang ist euer Held ein Kind und lungert mit seiner Schwester vor einem Haus in Browserstone, die größte Stadt in Albion, die Welt von Fable 2, rum. Ein Spatz fliegt über ihn und macht eure Figur erst durch einen Vogelschiss zum Helden. Das Spiel beginnt und auch die ersten Entscheidungen. Am Anfang ist es das Ziel, eine besondere Spieluhr zukaufen, die an einem Marktstand angeboten wird. Um das benötigte Geld zu sammeln erledigt ihr verschiedene Aufgaben, bei denen ihr euch entscheiden müsst, ob ihr sie im guten oder im bösen Sinne erledigt. Diese Entscheidungen verändern am Anfang die spätere Welt Albion bzw. deren Städte und Bewohner. Handelt man gewissenhaft, so ist Browerstone eine blühende Stadt. Handelt man schlecht verkommt die selbe Stadt.
Habt ihr euer Geld zusammen, kauft ihr euch die Spieluhr und eure Schwester äußert ihren Wunsch. Dieser geht auch gleich darauf in Erfüllung und man wird in das Schloss zu Lucient gebracht. Den Bösewicht im Spiel. Was er vor hat erfährt man noch nicht, aber er töt eure Schwester und ihr werdet von einer geheimnisvollen Frau geretten. Das Spiel macht eine Pause und man findet sich wieder ein paar Jahre später. Nun fängt das Spiel richtig an...
Kämpfe dich zum Zauber!
Neben einigen Nahkampfwaffen bietet Fable 2 natürlich auch Zauber. Einige sind bei einer Stufe ab vier richtig effektiv. So zum Beispiel Inferno, Schock oder "Tote erwecken". Diese sollte man wirklich gut ausbauen und so werden Horden von Feinden schnell dezimiert. Das Kämpfen ist sehr einfach und schnell zu erlernen. So kämpft man auf dem X Button und ausgewichen wird auf A. Drückt man X Länger macht man einen Hieb, der stärker als ein normaler Schlag ist. Auf RT wird dann ein Zauber aufgerufen. Je länger man den RT Button gedrückt hält, so stärker wird der Zauber, aber nur, wenn man die Zaubersprüche genügend ausgebaut hat.
Im Nahkampf hat man verschiedene Waffen, die in Stärke und Schnelligkeit sich unterscheiden. So ist ein Schwert schnell, aber eine Axt macht dagegen mehr Schaden. Zumindest ist das am Anfang des Spiels so. Neben den Schwertern und Äxten gibt es noch Armbrust und Pistole. Hier wird ebenfalls unterschieden zwischen Ladekapazität, Ladedauer und Schaden. Diese Waffengattung sollte man auf keinen Fall verachten. Eine gute Pistole ist im Spiel die halbe Miete.
Jeder Gegner verliert beim Ableben unterschiedliche Kugeln, die für das leveln der Eigentschaften benötigt werden. Tötet man einen Banditen nur mit Zauber, so werden auch nur Kugeln für Zauber erscheinen usw... Sollte man an Armut von Lebensenergie leiden, helfen dem Spieler Zaubertränke oder Verpflegung. Von Zaubertränken kann man, wie ebenfalls alle anderen Items, soviele mit sich tragen, wie man Lust hat. Da kommt man auch schon auf den ersten Knackpunkt im Spiel: das Inventar. Im Spiel fallen mit der Zeit zig Bücher an und wenn man nach ganz unten sich durchscrollen möchte, kann das durchaus etwas dauern. Auch ist die Karte des aktuellen Gebiets nicht sehr aussagekräftig. Sie zeigen zwar alle wichtige Informationen an, sind aber teilweise zu klein geraden.
Gut oder Böse, Engel oder Teufel
Fable ist ja eher bekannt durch die Tatsache, dass alles was man tut, sich auf das Äußere vom Spieler wirkt. Ist man ein guter Spieler und versucht es jedem recht zu machen, hat man blaue Streifen im Gesicht, die etwas an Tron erinnern, sieht gut aus und hat einen Heiligenschein über dem Haupt. Ist man dagegen ein Schurke und bringt ab und zu das halbe Dorf um(ja das kann vorkommen :) ), bekommt man rote Streifen, orangene Augen und Hörner auf dem Kopf. Während die Dorfbewohner einem Engel gerade zu hinterrennen und teilweise so den Weg zu bauen, was teilweise richtig nervt, laufen die Menschen bei einem Bösewicht schreiend davon.
Mit dem RB Button hat man die Möglichkeit, verschiedene Mimiken und Gestiken auszuführen, die verschiedene Reaktionen von den Menschen in seiner näheren Umgebung hervorrufen. Die NPCs im Spiel sind sehr gut animiert und ungewöhnlich gut Synchronisiert. Der Spieler selbst hat keine Stimme und richtige Dialoge kann man nicht führen. Gespräche enden meistens mit Ja oder Nein. Da wäre mehr drin gewesen. Auch ist eine kleines Wirtschaftssystem in Fable integriert worden. Der Spieler hat die Möglichkeit, Häuser zukaufen und zu vermieten. Mehr aber auch nicht. Eigentlich Schade, ein umfangreicheres Wirtschaftssystem wär nett gewesen, aber auch kein Muss.
Hauptstory oder Nebenquest
Man kann neben der Hauptstory auch Nebenquests erledigen. Meistens sind es Jobs als Schmied, Wirt oder Holzfäller. Dazu kann man auch einige Quests erledigen, in denen man Kämpfen darf, diese wiederholen sich aber nach einer gewissen Zeit, d.h. es gibt nicht viel abwechslungsreiche Nebenquests. Doch bis man an dem Punkt gelangt, an dem es keine neuen Quests mehr gibt, dauert das etwas. Die Hauptstory selbst ist nicht gerade sehr lang. So waren wir mit dem Spiel innerhalb von rund 18 Stunden durch. Nimmt man die Nebenquests und alles dazu, verlängert sich das Spiel nochmals um gut 15 Stunden.
Uns ist der Hauptquest zu kurz vorgekommen. Der hätte echt länger sein dürfen. Auch kamen immer wieder die selben Gegener auf uns zu. Größer Gegner im Spiel ist ein Troll, der man nur besiegt, wenn man ihm die Käfer vom Körper schießt. Ab einem bestimmten Punkt im Spiel ist man teilweise so stark, dass man leicht und flockig durch das Spiel läuft und keine wirkliche Gegner mehr hat. An eurer Seite natürlich euer Hund. Der nicht wirklich sehr nutzvoll in Fable ist. Neben Schätzen macht er auch am Boden liegende Gegner fertig. Ein netter Gimmick.
Fazit
Alles in allem ist Fable 2 ein fesselndes Rollenspiel mit ein paar Macken. Die Dungeons sind teilweise zu kurz, genauso wie die Hauptstory. Dialoge finden im Spiel nicht statt und eine umfangreiche Welt a la Far Cry findet man auch nicht vor. Oftmals wird man durch natürliche Barrieren aufgehalten. Schade ist auch, dass kein richtiges Gefühl für die Welt aufkommt. Man klickt sich durch Albion und sieht dazu meistens den Ladebildschirm, der teilweise richtig nervt.
Auf der anderen Hand bekommt man eine richtig interessante Story, eine wunderschöne Welt und einen langen Spielspaß. Fable 2 fesselt den Spieler und man kommt nur schwer von der XBox weg. Das Spiel ist richtig gut und ein "Must Have" für Rollenspiel-Fans. Aber auch alle anderen werden ihren Spaß am Spiel haben. Die Kritikpunkte sind nicht wirklich schwerwiegend, von daher kann man davon etwas absehen. Ein Tipp noch am Rande: ladet euch umbedingt das Update runter(wird beim Starten des Spiels automatisch angezeigt). Diese Aktualisierung behebt einige Fehler, die das Spiel abstürzen lässt. Bei uns verschwanden kurzeitig die Figuren und das Spiel hing. Nachdem Update ist dieser Fehler aber nicht mehr vorhanden.
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